Wärmeschutzverordnung WSVO

Die Wärmeschutzverordnung WSVO für Gebäude

Das Bundeskabinett hat am 05. Juli 1994 die endgültige Fassung der Wärmeschutzverordnung beschlossen. Zielsetzung war die durch Verbrennung Verursachte CO2-Minderung.

Nach der Wärmeschutznovelle 1995 ist je nach Gebäudetyp ein Heizwärmebedarf von 54 bis 100 kWh je Quadratmeter in der Verordnung definierter Nutzfläche und Jahr erlaubt. Damit wurde eindeutig und richtungsweisend festgelegt, dass der Heizwärmebedarf im Haus den Grenzwerten der WSVO entsprechen muss.

Die Ära, deren oberstes Gebot Energiesparen heißt, lässt im Wesentlichen Bauingenieure und Architekten umdenken. Untersuchungen an 1600 Gebäuden durch die Forschungsstelle für Energiewirtschaft an der T.U. München, 1993, ergaben, dass unter Beachtung der Auslegungshinweise nach der novellierten

Wärmeschutzverordnung im Vergleich zu früher erstellten Heizanlagen folgender End-Energiebedarf von Heizsystemen je m² Wohnfläche in kWh je Jahr ermittelt wurden:

kWh/m²/a
Brennstoff-Zentralheizung 200
Fernwärme 150
Elektro-Speicherheizung 114
Elektro-Fußbodenspeicherheizung 98
*gesteuerte Elektro-Direktheizung 88
Wohnungsluftheizung mit Wärmerückgewinnung 70
Elektro-Wärmepumpe (Monovalent) 70

 

*Magma-Marmorheizung

Die novellierte Wärmeschutzverordnung tendiert nicht dazu, die natürliche Lüftung durch eine kontrollierte Lüftungsanlage zu ersetzten, sie eröffnet lediglich eine Option. Eine gesetzliche Forderung, mechanische Lüftungsanlagen in Neubauten vorzusehen gibt es nicht. Von der Wirtschaftlichkeit betrachtet schneiden die beiden Spitzenreiter schlecht ab. Allein der Zinsaufwand für die höheren Anschaffungskosten liegt teilweise erheblich über der tatsächlich erreichten Einsparung von 18 kWh/m²/a. Eine Amortisation wird demnach nicht mal in 100 Jahren erreicht.

Zusätzlich entsteht ein erheblicher Wartungsbedarf der allein schon € 50.- bis 150.- je Jahr kostet. Es ist eine zweimalige jährliche Reinigung der Filter, Wärmeaustauscher, Luftauslässe und der Kanäle erforderlich.

Dazu kommen 5 kWh/Tag = ca. € 250.-/Jahr Stromkosten für die Ventilatoren. Gesamtkosten ohne Heizung ca. € 400.-. Die Heizkosten liegen damit, gegenüber einer sehr viel komfortableren Magma-Marmorheizung um mindestens 30% höher.

Brennstoff-Zentralheizsysteme schneiden mit 200 kWh/m²/a sehr schlecht ab. Dieser Wert macht klar, dass Verbrennungssysteme zukünftig, für kleinere und mittlere Einfamilienhäuser, wirtschaftlich nicht mehr in der Lage sind, eine vernünftige Alternative gegenüberstellen zu können. Neue Einsparverordnungen reduzieren den Energiebedarf innerhalb des Hauses auf z.B. 5 kW. Damit ist für Öl- und Gasheizanlagen allein seitens der Anschaffung keine Wirtschaftlichkeit mehr gegeben. Zudem fallen mehr als doppelte Heizkosten gegenüber einer Magma-Marmorheizung an.

Leicht verständlich, dass die Wärmeschutzverordnung gerade sehr energieaufwendigen Systemen ein Dorn im Auge ist und danach verlangt, dass diese wieder über den Haufen geworfen wird oder, dass die Strompreise drastisch angehoben werden. Leider besteht hier nicht viel Hoffnung weil die Strompreise um mehr als das Doppelte angehoben werden müssten, um zumindest die Verbrauchskosten auf das gleiche Niveau zu bringen. Des Weiteren wird es sich eher wie bei den Telefongesellschaften verhalten, weshalb die Strompreise zumindest in einigen Jahren im Verhältnis zu Öl- und Gaspreisen eher noch fallen werden.

An Magma führt kein Weg vorbei!

 

Energieeinsparverordnung ENEV

ENEV

1) Rechtlicher Hintergrund des Energieausweises
1.11 Primärenergetische Bewertung von Strom

Der Primärenergiefaktor berücksichtigt die Verluste, die von der Gewinnung des Energieträgers an seiner Quelle über die Aufbereitung und den Transport bis zum Gebäude anfallen. In der EnEV 2007 wird dieser Faktor für Strom um 10% von bisher 3,0 auf 2,7 gesenkt. Damit wird, wie bei allen Energieträgern, nur der nicht erneuerbare Anteil berücksichtigt. Um das Anforderungsniveau der EnEV an Wohngebäuden mit überwiegender Warmwasserbereitung aus elektrischem Strom dadurch nicht zu senken, werden die zulässigen Höchstwerte des Jahres-Primärenergiebedarfs ebenfalls entsprechend gesenkt.
Die energetische Bewertung von Wohngebäuden im Energieausweis wird durch die Senkung des Primärenergiefaktors für Strom gegenüber der bestehenden EnEV verbessert.

Anhand dieser Änderungen zeichnet sich ein positiver Trend zur Elektroheizung ab.
Sobald die Marmorheizung als Wärmestrahlungsheizung in der EnEV erfasst wird, muß diese nicht mehr als normale Elektroheizung berechnet werden.
Schon jetzt ist klar, eine Marmorheizung hat die niedrigsten Verbrauchskosten und wird damit anderen Heizungen überlegen sein.

Ausgezeichnet.org